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Thermisches Spritzen in der Lebensmittelindustrie — FDA-konforme Beschichtung

Thermisches Spritzen in der Lebensmittelindustrie: Anwendungen, FDA-konforme Werkstoffe, Hygiene-Anforderungen und Dokumentations-Pflichten.

10. Juni 2026·SpritzDoku Team· 2 Min
#lebensmittel#fda#hygienic#verschleissschutz

Anwendungen: Papiermaschinen, Verpackungsmaschinen, Pumpen

Thermisches Spritzen spielt in der Lebensmittel­industrie eine wichtige Rolle — überall dort, wo Bauteile gleichzeitig verschleiß­fest, korrosions­beständig und hygienisch unbedenklich sein müssen:

  • Papier­maschinen — Walzen, Sauger­kästen, Schaber­leisten (Verschleiß + Korrosion)
  • Verpackungs­maschinen — Führungs­elemente, Siegel­backen (Verschleiß + Hygiene)
  • Pumpen und Rührwerke — Laufräder, Wellen, Gehäuse (Kavitation + Korrosion)
  • Abfüll­anlagen — Ventile, Füll­rohre, Dichtungs­flächen (Hygiene)
  • Förder­technik — Schnecken, Schaufeln, Rutschen (Verschleiß)

FDA-konforme Werkstoffe

Die US-Arzneimittel­behörde FDA regelt in 21 CFR die zulässigen Werkstoffe für den Lebensmittel­kontakt. Für Beschichtungen sind folgende Werkstoffe in der Regel FDA-konform:

  • Reines Chrom (Cr) — Korrosions­schutz, verschleiß­fest
  • Aluminium-Bronze — Lagereigenschaften, geringe Reibung
  • Hastelloy — Hochkorrosions­fest, säure­beständig
  • Keramische Werkstoffe (Al2O3, Cr2O3) — extrem verschleiß­fest, chemisch inert
  • Wolframcarbid mit CoCr-Binder — Standard­verschleiß­schutz, FDA-Eignung prüfen

Wichtig: Die FDA-Konformität muss vom Pulver-Hersteller durch ein Konformitäts­zertifikat nachgewiesen werden. Die Dokumentation dieser Zertifikate ist Teil der Audit-Kette.

Hygiene-Anforderungen (Oberflächen-Rauheit, Porosität)

In der Lebensmittel­industrie gelten besondere Hygiene-Anforderungen an die Schicht:

  • Oberflächen-Rauheit — Ra < 0,8 µm bevorzugt (leicht zu reinigen)
  • Porosität — möglichst < 1 % (keine Bakterien­nischen)
  • Keine Riss­bildung — Risse sind unzulässig, da Reinigungs­mittel eindringen können
  • Beständigkeit gegen Reinigungs­mittel — Laugen, Säuren, CIP-Verfahren (Cleaning in Place)

HVOF und Plasma sind die Verfahren der Wahl, weil sie die geforderte Dichte und Haftung erreichen. Flamm-Spritzen ist in der Lebensmittel­industrie selten geeignet.

Audit-Pflichten

Die Lebensmittel­industrie folgt je nach Segment unterschiedlichen Audit-Standards:

  • FSSC 22000 / ISO 22000 — Lebensmittel­sicherheits­management
  • BRC Global Standard — British Retail Consortium, häufig in Europa
  • IFS Food — International Featured Standards
  • FDA 21 CFR — US-Zulassung für Exporte in die USA

Diese Standards verlangen in der Regel keine Spritz-Doku im engeren Sinne, aber die FDA-Konformitäts­zertifikate und Reinigungs­validierungen sind Teil der Lieferanten­dokumentation. EN 17002 ist auch hier das passende Rahmenwerk, da es die Konformitäts­bewertung der Schicht dokumentiert.

Dokumentation pro Auftrag

Pro Auftrag in der Lebensmittel­industrie sollten dokumentiert sein:

  • Pulver-Charge mit FDA-Konformitäts­zertifikat
  • Spritz-Anweisung mit Verfahren, Parametern, Schicht-Eigenschaften
  • Oberflächen-Rauheit-Messung (Ra-Wert)
  • Porositäts-Prüfung (Querschliff oder zerstörungs­frei)
  • Reinigungs­validierung (falls gefordert)
  • EN-17002-Konformitäts-Erklärung für den Anlagen­hersteller

Mit SpritzDoku wird diese Datenkette strukturiert erfasst und pro Auftrag als PDF-Export an den Anlagen­hersteller oder das Audit-Team geliefert. Besonders die Verknüpfung von Pulver-Charge und FDA-Zertifikat spart Audit-Zeit und schafft Vertrauen.

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